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Die Blogbox-App – eine Bilanz mit Bezahlung

In diesen Tagen wurde die Blogbox offiziell ein Jahr alt. Hinter uns liegen zwölf Monate, die – zugegeben – nicht spurlos an uns vorüber gegangen sind. Einige unserer Hoffnungen in die App haben sich nicht erfüllt. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit den 505 Autoren, die sich um die App versammelt haben, etwas Großes auf die Beine stellen. Das sieht am Ende vielleicht ganz anders aus als gedacht, aber wird trotzdem etwas richtig Spannendes sein.

Start mit hohen Erwartungen
Vor gut einem Jahr sind wir mit hohen Erwartungen gestartet:

Blogbox ist der Begleiter der Blogger auf dem Weg in eine Medienzukunft, die alle Lesegewohnheiten und Verlagsmodelle auf den Kopf stellt. Wir können nicht dafür sorgen, dass die Verleger den Lesern endlich eine markenübergreifende personalisierte Zeitung bieten, aber wir können mit den Bloggern den Anfang machen.

Gemäß unserem Leitbild „Blogs für alle!“ war es unser Ziel, mit der Blogbox ein personalisiertes Magazin für den Mainstream anzubieten. Mit unserer virtuellen Währung, den Bonbons, wollten wir den Nutzer auf eine spielerische Art und Weise motivieren, Autoren direkt zu entlohnen und eine zusätzliche Einkommensquelle für Blogger schaffen. Zahlreiche Berichte über uns haben uns zusätzlich motiviert und uns bei den Downloadzahlen zwischenzeitlich vor den Spiegel auf Platz sieben der App Store Charts gebracht.

Abrechnung
Trotzdem haben wir es bisher nicht geschafft, mit unserer App im Mainstream durchzudringen. Stand 1.10. wurden 1.600 Bonbons gekauft, wovon 508 verteilt wurden. (Der Gutschein-Verkauf muss ein äußerst lukratives Business sein.) Bei einem Bonbonpreis von 6 Cent können wir also 30,48 € an die Blogger ausschütten. Natürlich ist das weit unter unseren Erwartungen.

Ursachenforschung
Dennoch bekommen wir überwiegend Lob für unsere App zu hören. Das gute Verhältnis von aktiven Nutzern zu Downloads spricht dafür, dass die App grundsätzlich gelungen ist.
Wir sehen das Problem bei der Nachfrage: Blog- und Newsprofis bauen sich ganz ohne unsere Hilfe ihr eigenes individualisierbares Magazin – sei es als Twitter-Feed, als feedly-Stream oder als Facebook-Liste. Dazu wird unsere Kuratierung nicht gebraucht, sondern beschränkt eher. Und diejenigen, die sich ihr persönliches Magazin nicht zusammenstellen, weil sie die dafür notwendigen Werkzeuge nicht bedienen können und / oder die interessanten Quellen nicht kennen, erreichen wir bisher nicht. Und oft sind diese User Apps gegenüber skeptisch eingestellt.

Die App ist nicht genug
In dem intensiven Entwicklungsprozess haben wir gelernt, wo unsere Stärken jenseits der App liegen. Für uns besteht die eigentliche Dienstleistung darin, dass wir tolle Artikel über Themen zugänglich machen – und nicht wie bisher über Medien oder Autoren. Ich muss nicht mehr die Quellen kennen, um Geschichten zu entdecken, die mich interessieren, sondern kann direkt Themen abonnieren. Dieses Prinzip haben wir bisher innerhalb der App umgesetzt. Aber eigentlich greift das viel zu kurz: In Zukunft wollen wir die Themenkanäle nicht nur in der App anbieten, sondern überall dort, wo interessierte Nutzer unterwegs sind und erreicht werden können. Jeder kann den Themenkanal dann dort lesen, wo er sich am liebsten mit Neuigkeiten versorgt, sei es Twitter, Facebook, diverse Feedreader oder WhatsApp.
Wir fangen gerade damit an, dies auf unserer Homepage darzustellen (Work in Progress). Am Beispiel des Oktoberfest-Ressorts der Blogbox-App haben wir dies einmal weiter ausgeführt und eine Web-Präsenz eingerichtet, die Blog –Teaser sammelt und dann auf deren Seiten führt. Für wiesnblogs.de haben wir sehr viel gutes Feedback bekommen. Hier werden wir auf alle Fälle weiter entwickeln.
Aber die Blogbox-App wird dadurch nicht obsolet. Wir denken nach wie vor, dass die App ihre Daseinsberechtigung hat – als Einsteigermagazin und als alternativer Nachrichtenüberblick. Wir sind nach wie vor gespannt, was für einen Schub die Android-Version ab dem 1.11. der App geben wird.

Unternehmen bezahlen Blogger und Blogbox

Eine spannende Frage bleibt: Wer zahlt Blogger und Blogbox? Hatten wir zu Beginn die Leser im Visier, ist uns inzwischen klar, dass der erfolgsversprechende Weg über Unternehmen geht. Unser erstes Produkt in diese Richtung, Magazin-Apps für Reiseunternehmen, haben wir bisher an drei Pilotkunden verkauft. Nachdem der erste Test mit dem DAV Summit Club erst drei Monate her ist, können wir trotzdem schon 458,50 € ausschütten – mehr als zehn Mal so viel wie über Bonbons. Und wir stehen am Anfang.

Wir sind gespannt, wo unsere Reise noch hin geht!
Besten Gruß aus der grünen Box,

die Blogboxer
Olivia, Kadir, Bernhard, Moritz, Marco und Samy