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Upgrade.Me – Verlag in der Laptoptasche #19

Andreas Weck ist nicht nur Redakteur beim gedruckten t3n Magazin und bei t3n.de, wo er als einer der ersten über die Blogbox-App berichtet hat (Danke!), sondern verfasst auch enorm spannende Geschichten auf seinem privaten Blog. Dieser trägt den vielversprechenden Namen Upgrade.me. Kürzlich ist er uns mit einem großartigen Artikel zu Hunter S. Thompson, dem Vater und Geburtshelfer des “Gonzo-Journalismus” wieder aufgefallen. Wir freuen uns, dass er unsere Fragen beantwortet hat. Viel Spaß mit dem Interview!

andreas_weck

Selbstvermarktung:

Was kannst du gut?
Ich glaube, ich kann mit meinen Blogposts hin und wieder provozieren. Das ist gut, weil geradlinige Beiträge keine Emotionen wecken. Emotionen hingegen sind notwendig, um in den Sozialen Netzwerken zu trenden. Das hat natürlich oft auch negative Seiten, dem bin ich mir bewusst – etwa wenn Populisten auf diesen Mechanismus aufspringen. Generell experimentiere ich mit den Themen und Überschriften gelegentlich. Mein Blog lässt zu, was ich woanders vielleicht nicht ganz so naiv angehen könnte.

Welche Geschichte, die auf Upgrade.me erschienen ist, zeigst du immer besonders gerne?
Mein letzter Blogpost lief ganz gut und war mir auch eine Herzensangelegenheit: Ich habe mit dem Vorurteil des “kriminellen Ausländers” aufgeräumt – der Beitrag wurde sogar vom dem Polit- und Gesellschaftsblog Carta zweitverwertet. Davor habe ich ein Video verbloggt, in dem ich über ein Jahr jeden Tag eine Sekunde aus meinem Leben gefilmt und die Clips zu einem 6-minütigem Film zusammengeschnitten habe. Der erfolgreichste Beitrag war jedoch eine Erklärung, was Netzneutralität ist. Eigentlich ein für den Otto-Normalo eher langweiliges Thema, jedoch war die Headline etwas herausfordernd formuliert: “Wie ich meiner Mutter Netzneutralität erklären würde” – einige Frauenrechtler sind auf Twitter ausgerastet, was dem Thema einen gewissen Auftrieb gegeben hat.

Was macht den Upgrade.Me-Blog einzigartig?
Ich schreibe hier nicht für das Geld. Ich schreibe vor allem für mich und für meine zukünftigen Kinder, Enkel und Urenkel, die vielleicht mal wissen wollen, was den Alten und seine Generation so beschäftigt hat. Das ist vielleicht nicht unbedingt einzigartig auf der Welt, aber es ist ein Spiegel meiner Persönlichkeit, die hoffentlich einzigartig ist.

Praktisch:

Welches Tool nutzt du, um Nachrichten zu filtern, bzw. als erste zu erhalten?
Vor allem Twitter. Aber auch auf Facebook finde ich gelegentlich etwas Spannendes. Der Schlüssel sind die individuellen Themen- und Personenlisten, die ich akribisch sortiere und verwalte. Fundgruben, nenne ich sie auch.

Welches Tool nutzt du, um deine Texte/Redaktion zu organisieren?
Ich benutze einfach nur meinen Kopf, was ganz gut klappt, da ich nie an mehreren Themen gleichzeitig schreibe. Manchmal speichere ich einen Text in Pocket, wenn ich weiß, dass ich den sicherlich nochmal als Quelle gebrauchen könnte für ein künftiges Thema.

Dein wichtigstes Arbeitsuntensil (außer Computer und Handy)?
Außer Mac und Smartphone?! Was bleibt denn da noch? Ich bin durch und durch digital unterwegs, weswegen Block und Bleistift rausfallen. Und alles was man sonst noch so braucht wie Diktiergerät und Kamera hab ich auch im Smartphone. Ah, ich weiß. Mein Sessel ist wichtig – dort schreib ich am liebsten.

Verbreitung:

Wie verbreitest du deine Nachrichten selber?
Über Facebook und Twitter. Und ich bin ein großer Freund des Crossposts, darum gebe ich meine Beiträge nach Absprache auch ab und zu anderen Online-Medien kostenfrei weiter.

In welchen Aggregatoren ist dein Upgrade.me-Blog angemeldet?
Hab mich bisher nur bei Blogbox und Rivva angemeldet.

Woher kommen die meisten Besucher?
Facebook, ganz klar.

Zeit und Geld:

Wie viel Zeit investierst du in Upgrade.me?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Es gibt da keinen Anspruch und keine Wirklichkeit. Ich schreibe, wenn ich was zu schreiben habe und ich gönn mir so viel Zeit, wie ich eben brauche. Wenn ich Lust auf ein Schnellschuss habe, texte ich nur drei Zeilen und füge ein Video oder Bild ein – beispielsweise, wenn ich einfach nur etwas kuratieren möchte.

Banner? Advertorials? Spenden? Wie verdienst du Geld?
Ich verdiene kein Geld mit meinem Blog und hab das vorerst auch nicht vor. Es bietet sich halt auch nicht an, da ich kein Fachblog schreibe und auch keine zig Millionen Leser habe. Da ich momentan noch nicht selber hoste, spielt WordPress einige Banner unter den Artikeln aus. Das ist mir eigentlich ein Dorn im Auge, weswegen ich das in naher Zukunft wohl auch ändern werde.

Rentiert sich dein Blog?
Nope… finanziell auf jeden Fall nicht. Er beflügelt aber sicherlich meine Reputation. Und das ist ja auch eine wichtige Währung – vor allem wenn man sich in der Medienbranche bewegt.

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